Hilfen für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und sonstige Anspruchsberechtigte

Hilfen für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und sonstige Anspruchsberechtigte

Aufgabe der Kriegsopferfürsorge ist es, eine angemessene wirtschaftliche Versorgung sicherzustellen und Unterstützung in den verschiedenen Lebensbereichen zu leisten. Damit sollen die Folgen der Schädigung gemildert werden.

Wenn die Beschädigten oder ihre Hinterbliebenen aufgrund der Schädigungsfolgen oder des Todes des Versorgers nicht in der Lage sind, den eigenen Bedarf zu decken, stehen folgende Leistungen der Kriegsopferfürsorge nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) zu:

  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (§ 26 BVG)
  • Übergangsgeld (§ 26a BVG)
  • Krankenhilfe (§ 26b BVG)
  • Hilfe zur Pflege (§ 26c BVG)
  • Hilfe zur Weiterführung des Haushalts (§ 26d BVG)
  • Altenhilfe (§ 26e BVG)
  • Erziehungsbeihilfe (§ 27 BVG)
  • Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt (§27a BVG)
  • Erholungshilfe (§ 27b BVG)
  • Wohnungshilfe (§ 27c BVG)
  • Hilfe in besonderen Lebenslagen (§ 27d BVG)

 Diese Leistungen sind vom Einkommen abhängig, es sei denn, es handelt sich um einen ausschließlich schädigungsbedingten Bedarf.

Unter bestimmten Voraussetzungen stehen auch Leistungen für Familienmitglieder zu.

Entschädigungsberechtigt können ferner Personen mit Ansprüchen nach anderen Gesetzen sein, unter anderem Impfgeschädigte, Opfer von Gewalttaten sowie anspruchsberechtigte Personen nach dem Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (StrRehaG) und dem Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (VwRehaG).

Da die Leistungen einen aktuellen Bedarf abdecken sollen, können sie in der Regel nicht rückwirkend bewilligt werden. Es ist daher sehr wichtig, dass der Antrag im Bedarfsfall rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme gestellt wird. Bei Beratungsbedarf und Fragen zum Antragsverfahren wenden Sie sich bitte an die örtliche Kriegsopferfürsorgestelle im Landratsamt Hof.

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